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Nr 210 Oktober 2009

Die Arbeitslosigkeit steigt - doch die Gegenbewegung organisiert sich !

 

Die Freiburger Arbeitslosenrate ist im September auf 3,55% geklettert, im Gegensatz zu den 3,4% im August. Die Tendenz bleibt beunruhigend, auch wenn sich der Freiburger Prozentsatz unterhalb des Schweizer Durchschnitts von 3,9% befindet. Dieser Prozentsatz von 3,5% mag wenig erscheinen, vor allem im internationalen Vergleich, er bedeutet aber, dass 4514 Personen in unserem Kanton ohne Arbeit sind. Der Baubereich sowie der Verkauf und die Hotellerie sind besonders betroffen. Alle Altergruppen bekommen diese Entwicklung zu spüren, aber vor allem die Jungen zwischen 15 und 24 Jahren. Für sie beträgt die Arbeitslosenrate 5,4% und Freiburg befindet sich damit im nationalen Durchschnitt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich diese Entwicklung im Winter weiter verschärft. Es gibt eine klare Differenz zwischen den 15-19 Jährigen (2,9%) und der folgenden Alterklasse (20-24 Jährige), für die die Arbeitslosenrate weit über 5% liegt. Um künftige Schwierigkeiten zu vermeiden, bereiten das Amt für den Arbeitsmarkt und das RAV verschiedene Aktionen vor, um nach individuellen Bedürfnissen zu helfen und solche Massnahmen zu vermeiden, die viel kosten, aber nur mittelmässig helfen.

Nicht um uns am Unglück anderer zu erfreuen, sondern um unsere schwierige Situation zu relativieren, sollten wir uns immer vor Augen halten, dass unser grosser Nachbar Frankreich eine durchschnittliche Arbeitslosenrate von 10% hat und die Jugendarbeitslosigkeit bei 25% liegt ! Unser System der dualen Ausbildung mit Schule und Firmen, spielt eine wichtige Vermittlerrolle zwischen der Ausbildungs- und der Arbeitswelt. Unser System begünstigt die Ausgeglichenheit zwischen der Nachfrage nach Lehrstellen und dem Stellenangebot der Unternehmen. Diese Rolle bleibt auch im Falle der Rezession bestehen, selbst wenn sich die Ausführung schwieriger gestaltet. Die Rolle der Berufsverbände liegt heute mehr denn je darin, die Firmen zu ermutigen, Lehrstellen anzubieten. Seit einigen Monaten gibt es sogar Netzwerke, wie z.B. Reflex, die auch den kleinsten KMU erlauben, sich daran zu beteiligen! 

 

Die Direcktion

 

Jean-Pierre Siggen, Direktor UPCF
Jean-Jacques Marti, STV. Direktor

 

Die vollständige Zeitschrift in PDF-Format: No 210 Oktober 2009