Nr 209 September 2009
Falsche Informationen soweit das Auge reicht!
Die Abstimmungen am 27. September versprechen schöne Streitereien. Vor allem denken wir dabei an die Änderung des Handelsgesetztes. Der Staatsrat, der Grosse Rat, die bürgerlichen Parteien, die Dachorganisationen der Wirtschaft und manche Organisationen der Handelsbranche empfehlen ohne zu zögern ein klares „Ja" zur Öffnung der Geschäfte samstags bis 17 Uhr unter Berücksichtigung einer entsprechenden Verkürzung der Öffnungszeiten abends unter der Woche. Diese Maßnahme beeindruckt durch ihre Bescheidenheit. Eine Stunde mehr an einer Stelle und eine Stunde weniger an anderer Stelle bedeutet letztendlich keine Ausweitung des rechtlichen Rahmens der Öffnungszeiten, sondern einfach nur eine Anpassung an die momentanen Gewohnheiten, wie das übrigens auch in allen Nachbarkantonen der Fall ist. Wir stellen fest, dass diese Änderung nicht nach Abschluss eines Gesamtarbeitsvertrages erfolgte, jedenfalls weder in Bern noch in Waadt, auch wenn es in der Stadt Lausanne der Fall war. Die Arbeitnehmer und Arbeitgeber der Freiburger Geschäfte werden durch die Gesetzesänderung nicht bestraft. Sie bringt keinerlei Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen mit sich. In Zeiten der Wirtschaftskrise hoffen wir aufrichtig, dass das Freiburger Volk den KMUs ein positives Zeichen gibt, die dafür Kämpfen Arbeitsplätze zu sichern. Eine Stunde längere Öffnungszeiten am Samstag führen zu einem höheren Nettoumsatz und tragen zur Schaffung von mehreren Dutzend Arbeitsplätzen im Kanton bei. Die wirtschaftlichen Auswirkungen bleiben angesichts der Veränderungen die die Gesetzesänderung mit sich bringt zwar begrenzt. Dennoch führt diese zu einer Verbesserung des Konsumklimas und fördert die Widerstandsfähigkeit der Freiburger Wirtschaft gegen die unheilvollen Folgen der Rezession.
Der Arbeitgeberverband Freiburg fordert alle Freiburgerinnen und Freiburger dazu auf, am 27. September mit einem klaren „Ja" für die Änderung des Handelsgesetzes zu stimmen. Fördern Sie damit die Beschäftigung und die KMUs in unserem Kanton.
Die Direcktion
Jean-Pierre Siggen, Direktor UPCF
Jean-Jacques Marti, STV. Direktor
Die vollständige Zeitschrift in PDF-Format: No 209 September 2009






