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Nr 206 April 2009

Berufsbildung: : die OCED empfiehlt die Schweiz!

 

Die Schweiz nimmt einen der besten Plätze auf der (weissen!) Liste der westlichen Berufsbildungssysteme ein. So wird die OECD ihren Bericht über die Anpassungsfähigkeit des Schweizer Berufsbildungssystems diesen Sommer veröffentlichen. Die Organisation führt seit 2007 eine breite Untersuchung. Die Schweiz gehört zur Gruppe der 15 Länder, welche von den Experten besucht wurden. Die ersten Inhalte des Berichts wurden Ende März enthüllt. Die Spezialisten der OECD haben drei Neuheiten unseres Dualsystems veröffentlicht, nämlich den Case Management (Unterstützung gefährdeter Jugendlicher), die Forschung über die Berufsbildung und die Reform der kaufmännischen Ausbildung. Die OECD kommt zum Schluss, dass die Schweiz als Modell dienen oder zumindest den anderen Ländern andere Perspektiven aufzeigen kann. 

Wir können also die Beobachtungen der OECD, welche die Innovationskapazität eines Berufsbildungssystems als wesentlich für die Wirtschaft beurteilen, nur unterschreiben. Diese internationale Analyse bestätigt, dass eine alleinige staatliche Annäherung, wie es die Linken wünschen, nicht auf die Bedürfnisse der Wirtschaft eingeht und so nicht den Eintritt in die Arbeitswelt erleichtert. Diese «Brücke», welche das duale System zwischen der Ausbildungs- und der Firmenwelt bildet, stellt unsere Originalität dar. Sie hat ihren Preis! Denn wir müssen die Balance zwischen den Bedürfnissen der Wirtschaft und den Anforderungen der Ausbildung halten. Die Arbeitgeber beschweren sich oft über die viele Zeit, die die Jugendlichen während ihrer Ausbildung in den Berufsschulzentren verbringen und schimpfen gleichzeitig auch über ein Schulsystem, welches nicht mehr richtig lesen und schreiben lehrt. Die goldene Mitte ist schwierig zu treffen. Zum Glück ist die Berufsausbildung in Freiburg sowie in der ganzen Schweiz in den Händen der beiden Partner Kanton und Arbeitgeberverbände. Die Zusammenarbeit und der gegenseitige Respekt bilden das beste Fundament für das Weiterbestehen unseres Berufsbildungssystems.

Die Direcktion


Jean-Pierre Siggen, Direktor UPCF
Jean-Jacques Marti, STV. Direktor


Die vollständige Zeitschrift in PDF-Format: Nr 206 April 2009