Die Sozialpartnerschaft hat zum Ziel, für jeden Wirtschaftszweig die beste Lösung zu finden. Deshalb werden Sie sicher unseren heftigen Widerstand gegen die neuesten Vorschläge der Sozialisten und Gewerkschaften verstehen, die fordern, dass ein Mindestlohn von beinahe 4'000 Franken in der schweizerischen Verfassung verankert wird!
Das wäre nicht nur wirtschaftlich wenig sinnvoll, sondern würde auch das Ende der Sozialpartnerschaft bedeuten. Warum sollten wir weiterhin Treffen veranstalten und viel wertvolle Zeit investieren, um Arbeitsbedingungen zu finden, die für beide Teile akzeptabel und bekannterweise besser als das gesetzliche Minimum sind, wenn der Partnerschaft der Nährboden entzogen wird - durch die Festschreibung des Mindestlohns per Gesetz - wo gerade der Lohn das stärkste und meistdiskutierte Element der GAV darstellt?